Aus der Praxis für die Praxis

Die Hochschule für angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt hatte sehr konkrete Vorstellungen, wie innovativer Unterricht mit multimedialen Inhalten auszusehen hat. Für die Umsetzung jedoch war ein Partner gefragt, der sich nicht nur mit der Medien- und Präsentationstechnik auskennt, sondern diese auch in ein zeitgemäßes Pult integrieren kann. So entstand in Zusammenarbeit mit der Kindermann GmbH und dem Institut Design und Informationssysteme der Hochschule Würzburg-Schweinfurt das "teachpoint", das mit wenigen Handgriffen einsatzbereit ist.

Von der Tafel zur interaktiven Präsentationslösung
Neben Powerpoint- und Internetpräsentationen bleiben die spontan in der Lehr-/Lernsituation entwickelten Gedanken zur Wissens-vermittlung ein wesentlicher und wichtiger didaktischer Bestandteil im seminaristischen Unterricht sowie in Vorlesungen an Hochschulen. Nichts ist in diesem Zusammenhang für Lehrende schöner und kreativer, als eine geräumige Tafel zu benutzen. Für den Lernenden ist es angenehmer und einprägsamer komplexe Sachverhalte in Graphiken und Symbolen langsam und synchron zu den gesprochenen Inhalten aufgezeigt zu bekommen. Ziel war die vollständige Ablösung und Integration der klassischen Doppeltafel in eine elektronische Plattform, die gleichzeitig auch die neuen Computerpräsentationsmöglichkeiten beherrscht. So wurde in Zusammenarbeit mit dem Institut Design und Informationssysteme der Hochschule Würzburg-Schweinfurt und der Kindermann GmbH ein spezielles teachpoint dual entwickelt.

  • Das Pult beherbergt die Technik, die Kreidetafeln vollständig ersetzt und darüber hinaus innovative didaktische Möglichkeiten bietet:
  • Das Blättern zwischen alten und neuen Tafelanschriften
  • Rückgriff auf Tafelanschriften der vergangenen Stunde(n)
  • Laden vorbereiteter Tafelanschriften und Weiterentwicklung in der Stunde an der "Tafel"
  • Sofortiges Duplizieren der Tafelanschrift auf Notebooks der Studierenden zur Ergänzung um eigene Notizen
  • Spontanes Verteilen von Tafelentwürfen auf die Notebooks der Studierenden und gemeinsames Weiterentwickeln in Gruppen mit Hilfe von Gruppeneditoren
  • Sofortige computerbasierte Verteilung der gesammelten Tafelanschriften nach Abhalten einer Unterrichtsstunde.

Darüber hinaus liefert das Pult die Grundlage, entfernte Arbeitsplätze an Vorlesungen teilnehmen zu lassen (z.B. bei Studienaufenthalt im Ausland etc.). Hierzu müssen nur Tafelanschriften, Stimme und Bild des Lehrenden über verfügbare Videokonferenz-Systeme per Internet übertragen werden.

Einfache Bedienung verspricht größtmöglichen Nutzen
Der Aufbau des Pultes bietet größtmögliche Flexibilität und Ergonomie für den Lehrenden, damit ein ermüdungsfreies und angenehmes Arbeiten auch über 90 Minuten hinweg möglich ist. Es stehen zwei Pen-Touch-Displays als Schreibfläche zur Verfügung. Die Displays sind in Höhe, Neigung und Abstand zum Lehrenden stufenlos einstellbar. Beide Bildschirminhalte können einzeln oder auch gemeinsam auf Projektionsflächen dargestellt werden. Das Pult enthält Anschlussmöglichkeiten für externe Ton-, Bild- oder Datenquellen (z.B. Notebooks), die raffinierte Displayabdeckung fährt beim öffnen zur Seite und dient als Ablagemöglichkeit für Unterlagen und zusätzliche Geräte. Im geschlossenen Zustand schützt sie vor unerlaubten Zugriffen.

Als Anwendungen auf den Displays können wahlweise oder parallel Präsentationssoftware und interaktive Tafelsoftware, wie bspw. das von der Universität Lausanne entwickelte Uniboard, eingesetzt werden. Das erlaubt Lehrenden, frei und der Situation angemessen zwischen Präsentationen und interaktiven Tafelanwendungen hin und her zu wechseln oder diese zeitgleich zu verwenden.

Für einfachere Anwendungen steht das teachpoint single in einer kleineren Version mit nur einem Display zur Verfügung.

(Unter http://www.youtube.com/watch?v=g7Z09TuXIFM steht ein Video zu teachpoint zur Verfügung)

Autor:
Prof. Dr. Robert Grebner
Hochschule für angewandte Wissenschaften
Würzburg-Schweinfurt

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